Alle Fakten über Werbung. An einem Ort.

Du hast unsere Plakate gesehen und möchtest jetzt Antworten? Hier findest du sie!
Weitere spannende Fakten stehen gleich hier unten:


  • Wiederholung: Selbst schlechte Werbung brennt sich in unser Gehirn ein wenn sie häufig genug wiederholt wird.
  • Emotionale Werbung: Der Mensch lernt schneller mit der Erweckung von Emotionen. Die meisten Werbungen nutzen dies aus und werben mit Humor, erotischen Reizen, positive Erinnerungen und einfühlsame Musik. Negative Reize werden versucht immer zu vermeiden, damit Sie nicht mit dem Produkt in Verbindung gebracht werden können.
  • Konditionierung: Inhaltlich versprechen diese Werbungen eine Belohnung, welche wir erhalten wenn wir das Produkt kaufen und benutzen. Bsp: HOBA Experiment: In diesem Experiment wurde den Versuchspersonen ein Produkt namens HOBA-Seife vorgeführt. Während die Werbelaufschrift lief, wurden immer wieder Dias von vollbusigen Frauen und schönen Landschaften eingeblendet. Als die Versuchspersonen über das Produkt gefragt wurden, assoziierten sie die Reize auf den Hintergrundbildern mit dem Phantasieprodukt. → Einem Produkt werden Schlüsselreize verliehen.
  • Involvement: Der Kunde wird durch Aktionen wie Rabattkarten oder dem Sponsoring von Sportlern miteinbezogen.

  • AIDAS (Attention, Interest, Desire, Action, Satisfaction): Beschreibt die Schritte die Unternommen werden müssen um eine erfolgreiche Werbung zuammenzustellen:

    A: Aufmerksamkeit gewinnen
    I: Interesse am Produkt wecken
    D: Kaufwunsch
    A: Tatsächliche Ausführung
    S: Zufriedenheit mit dem Kauf

  • PPPP (Picture, Promise, Prove, Push):

    P: Bildliche Darstellungen
    P: Versprechen kann aus der Werbung abgeleitet werden
    P: Bildliche Darstellung, wie sich das Versprechen beweist
    P: Aufforderung zum jetzigen Handeln sollte gegeben werden

Quelle: https://studylibde.com/doc/10654229/hoba-experiment


  • TOP-DOWN: Aufmerksamkeit wird von Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen gelenkt. Ein Freund hat ein Elektrofahrrad und bei der nächsten Werbungen für solche sind wir besonders Aufmerksam.
  • BOTTOM-UP: Werbung wird mit Blickfängen versehen. Meistens sind das erotische Reize, oder ungewöhnlich Gestalte Bilder die von der Norm abweichen. Dabei kommt es nicht so oft auf den Inhalt an sondern auf Größe, Farbe, Neuartigkeit, etc.

    Quelle
  • Barry, T.E. and Howard, D.J., "A Review and Critique of the Hierarchy of Effects in Advertising," International Journal of Advertising, Vol. 9, no. 2, 1990, pp 121-135

  • Guerillia-Marketing: Beschreibt allgemein unkonventionelle Methoden, welche von kleinen Firmen mit wenig Kapital genutzt werden können. Dabei werden oft Kanäle gewählt welche mit kleinem Etat zu erhalten sind. Methoden sind zum Beispiel: Mundpropaganda, Konsumenten während der alltäglichen Tätigkeit erreichen: Email. Fahrzeugwerbung, T-Shirts, Werbung auf Kassenbons.
  • Ambient Marketing: Lebensumfeld wird überraschend verändert, Ambiente wird umgestaltet wo es der Konsument nicht erwartet. Bushaltestellen, Hauswände aber auch überraschende Veränderung der Webseite.
  • Ambush Marketing: Werbebotschaft wird mit der momentanen Medialen Aufmerksamkeit für ein Thema in Verbindung gebracht. Die Werbung erscheint relevanter.
  • Buzz Marketing: Produktproben sollen dazu führen, dass danach Mundpropaganda betrieben wird.
  • Sensation Marketing: Eine vorgetäuschte Sensation wird inszeniert, um eine schnellere Verbreitung der Markenbotschaft zu erreichen. Der direkte Bezug zum Produkt ist zunächst nicht notwendig und wird später hergestellt.
  • Astroturfing: PR-Methoden, die darauf Abzielen den Eindruck einer spontanen Bevölkerungsbewegung zu erwecken. Das Ziel dabei ist es die Emotionen der Bevölkerung gezielt zu beeinflussen und die meisten Beispiele hierfür stammen (wie auch nicht anders zu erwarten) aus der Politik:
    Wenige Personen geben sich als eine große Anzahl von Aktivisten aus, die für eine Sache eintreten. Sie verschaffen sich Aufmerksamkeit, indem Sie Emails und Blog-Einträge schreiben. Dabei erhalten Sie von einer zentralen Stelle Anweisungen, wann sie wo welche Meinung vertreten sollen. Oftmals werden davon Lokalzeitungen betroffen, da sie Leserbriefe oder ähnliches veröffentlichen. Eine Kampagne wie diese könnte auch von Unternehmen in Auftrag gegeben werden.

Oft zählt gar nicht die Auswirkung, sondern nur die Werbung an sich. Dies kommt natürlich auf die Branche an. Auch "schlechte" Werbung kann gute Werbung sein, solange sie einen Eyecatcher enthält welcher einprägsame Elemente besitzt.


    Quelle
  • Barry, T.E. and Howard, D.J., "A Review and Critique of the Hierarchy of Effects in Advertising," International Journal of Advertising, Vol. 9, no. 2, 1990, pp 121-135

  • Facebook beeinflusst 52 Prozent (stand 2015) aller Einkäufe, die Konsumenten online und off-line tätigen. 2014 waren es 34 Prozent1
  • 22% aller Teenager logging sich mehr als 10 mal täglich bei ihrer Lieblingsplattform ein2
  • Die hälfte aller Erwachsenen tut mehr als ein mal am Tag2
  • 50 Prozent aller 18- und 19-jährigen stufen soziale Medien als ihren wichtigsten Kanal für Werbung ein2
  • Die kumulierten Werbekosten aller sozialen Medien beträgt $17.24 pro User2
  • Eigenschaften und Tätigkeiten von Unternehmens-Seiten auf sozialen Medien, die zum Kauf anregen: (Erhebung 2. Quartal 2017)3

    Quellen:
  • 1https://www.thedrum.com/news/2015/04/24/facebook-influences-over-half-shoppers-says-digitaslbi-s-connected-commerce-report
  • 2https://blog.hootsuite.com/social-media-advertising-stats/
  • 3https://sproutsocial.com/index

    Allgemein
  • Viele Grauzonen und Unklarheiten
  • Keine einheitliche Regelung über alle Bundesländer hinweg
  • oft unklar, was markiert werden muss
    Verboten: Schleichwerbung
    Schleichwerbung ist in Deutschland in allen Medien verboten. Die Regelungen dazu findet man zum Beispiel im Rundfunkstaatsvertrag (§ 7, § 58), im Pressekodex (Ziffer 7), im Telemediengesetz (§ 6) und im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 5a). Verstöße können von Mitbewerbern wie auch Aufsichtsbehörden (z.B. Landesmedienanstalten) abgemahnt werden.
  • Werbung muss gekennzeichnet werden mit „Anzeige“ oder „Werbung“ (oft reicht „sponsored“ oder „sponsored by“ nicht aus) + Markierung im Bild
  • Instagram bietet die Funktion „Bezahlte Partnerschaft mit.." an.
  • Ein Instagram-Post mit oder über ein bestimmtes Produkt gilt erst dann als Werbung, wenn der Influencer dafür „belohnt“ wird, indem er also für die Produktvorstellung bezahlt oder anderweitig entlohnt wird
    Absatzwirtschaft
  • Personen mit vielen Followern (in etwa mehr als 50.000), die Produkte in Posts zeigen, müssen diese immer als Werbung kennzeichnen, insbesondere wenn sie Verlinkungen auf eine Seite eines Unternehmens vornehmen. Dies gilt selbst wenn sie das Produkt von einem Unternehmen kostenlos und ohne Vorgaben bekommen haben."
  • Begründung: Sobald ein Influencer ein Produkt präsentiert und auf die Marke verweist, erleichtert er den Verkauf für das Unternehmen.
  • Beispiel: Cathy Hummels. Hat in Instagram-Beiträgen eine Marke genannt und verlinkt, aber ohne dies als bezahlte Partnerschaft zu kennzeichnen. Sie wurde vom Verband sozialer Wettbewerb (VsW) abgemahnt.
    Fazit
  • Wichtig ist eine Kombination aus deutlicher Platzierung der Kennzeichnung am Post und klarer, wörtlicher Bezeichnung
  • Der Werbehinweis sollte immer unmittelbar am Anfang eines Beitrages platziert werden, damit er noch vor dem Lesen des Beitrags wahrgenommen wird
  • Bei Produkten die Influencer ohne Bezahlung anpreisen: Schickt ein Unternehmen ungefragt Produkte an einen Influencer, ist die Sache bislang nicht eindeutig; ein wegweisendes Urteil fehlt.
  • Jede(r) darf bei klaren Verstößen gegen diese Regelungen Abmahnungen an die entsprechende Person stellen.

Wer kennt es nicht? Man sieht einen typischen Werbespot und auf den ersten Blick erweckt die Anzeige keinen besonderen Eindruck. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch das Kleingedruckte ins Auge. Nur für einen Bruchteil der Werbung im Bild, jedoch voller wichtiger Verbraucherinformationen. Vor allem Auto- und Handywerbungen sparen selten mit Kleingedrucktem. Doch was ist dabei erlaubt und wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus?
Im Werbejargon wird hierbei von sogenannter Blickfangwerbung gesprochen. Bei dieser Art der Werbung soll – wie der Name verrät – der Blick des Konsumenten auf eine möglichst auffällig hervorgehobene Angabe gelenkt werden. Voraussetzung ist, dass die Aussage des Blickfangs keine Unwahrheiten enthält, da sonst der Fall irreführender Werbung vorläge. Jedoch ist die Vollständigkeit der Blickfangaussage nicht zwingend erforderlich1. Die Aufschlüsselung der gesamten Wahrheit findet dementsprechend üblicherweise im Kleingedruckten statt. An diesem Punkt werden die rechtlichen Vorgaben vage. Es wird lediglich verlangt, dass zusätzliche Anmerkungen hinreichend deutlich und lesbar platziert werden müssen. Dies wurde in einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 15. Oktober 2015 in Bezug auf die Werbung eines Telefonanbieters bestätigt. Eine absolute Schriftgröße oder die Dauer, wie lange Kleingedrucktes eingeblendet werden muss, sieht das Gesetz nicht vor. Dem Werbekonsumenten muss lediglich die Möglichkeit gegeben werden, zu erkennen, dass die Aussage des Blickfangs nicht uneingeschränkt gültig ist. Außerdem muss ihm deutlich gemacht werden wo diese Einschränkungen nachgelesen werden können. Ob die Dauer der Einblendung oder die Schriftgröße des Kleingedruckten ausreichend sind, kann von Fall zu Fall variieren. Bei Kaufentscheidungen sollte also immer auf Hinweise im Kleingedruckten geachtet werden.

    Quelle
  • 1Gabler Wirtschaftslexikon:
    https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/blickfangwerbung-27611


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Unser Ziel ist es, dir einen bewussten Blick auf gängige Werbepraktiken in sozialen Medien zu verleihen.

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Aber was ist SchaschLeak genau?


Wir sind eine studentische Projektgruppe, die sich im Rahmen der Jungen Akademie an der TU München für das Thema "Wahrheit und Lüge im Spannungsfeld ökonomischer Prozesse" einsetzt.


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Unser neuestes Video


Wir haben uns die Menge an Werbung in sozialen Netzwerken angeschaut und herausgefunden, dass über diese Plattformen unerwartet viele Anzeigen geschaltet werden. Um unsere Erkenntnisse zu veranschaulichen, haben wir folgendes Video erstellt:




Wie macht man möglichst manipulative Werbung? Wir haben aus den besten Praktiken in der Branche gelernt und zeigen euch wie es geht!



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